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Western Horsemanship

(gekürzter Textauszug aus dem gleichnamigen Kapitel im Buch "Erfolgreich auf dem Westernturnier" von Sylvia Jäckle, Kynos Verlag)

Die Western Horsemanship-Prüfung besteht aus zwei Teilen: einer Einzelaufgabe und einer Railwork, das heißt einer "Arbeit auf dem Hufschlag" für die gesamte Gruppe. Der Ablauf der Railwork ähnelt dem der Western Pleasure-Prüfung. In der Einzelaufgabe reitet der Turnierteilnehmer verschiedene Manöver in den drei Grundgangarten Walk (Schritt), Jog (Trab) und Lope (Galopp). Der Schwierigkeitsgrad der Aufgabe richtet sich nach dem Leistungsstand der jeweils geprüften Klasse. In einer Novice-Amateur-Klasse werden natürlich leichtere Pattern verwendet als in einer Amateur-Klasse. Auch die Größe und die Gewichtung des Turniers spielen eine Rolle.

 



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Die gesamte Serie:

Teil 1: Showmanship
Teil 2: W. Horsemanship
Teil 3: W. Pleasure


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Bei der Zusammenstellung der Manöver wählt der Richter unter geraden oder gebogenen Linien, Zirkeln, Volten, Serpentinen oder Achten aus. Marker kennzeichnen die Stellen, an denen die Manöver ausgeführt werden sollen.

Weiterhin kann der Richter einen Stop verlangen, ein Back up, eine oder mehrere Wendungen auf der Vor- oder Hinterhand sowie einen Sidepass (Seitwärtsgehen) nach rechts oder links für ca. vier bis fünf Schritte. In den fortgeschritteneren Klassen bzw. auf großen Turnieren, bei denen es um eine Deutsche oder eine Europameisterschaft geht, können zusätzlich ein einfacher oder fliegender Galoppwechsel oder ein Außengalopp Bestandteile des Patterns sein. Es kommt sogar vor, dass der Richter die Teilnehmer auffordert, ohne Steigbügel zu reiten.

 

Der Prüfungsablauf

Mindestens eine Stunde vor Beginn der Prüfung hängt das vorgeschriebene Pattern aus. Prägen Sie es sich gut ein und durchreiten Sie es nicht nur tatsächlich mit Ihrem Pferd, sondern auch mehrmals im Geiste, bis Sie es auswendig können. Erstaunlicherweise gehen immer wieder Reiter viel zu unvorbereitet in die Prüfung hinein, weil sie das Pattern nicht genügend verinnerlicht haben (und manchmal sogar nicht mehr wissen, auf welcher Seite die Marker stehen müssen). Wichtig ist außerdem, dass man das reitet, was man gelernt hat und sich nicht an den anderen Teilnehmern orientiert.

Zu Beginn der Western Horsemanship-Prüfung reiten alle Teilnehmer in die Bahn ein und stellen sich meistens an einer kurzen Seite zum Line up auf. Ein Reiter nach dem anderen absolviert dann die Einzelaufgabe. Ist die Klasse zu groß, wird sie vorher geteilt oder die Teilnehmer werden einzeln in die Bahn gerufen.

Im Rahmen der Railwork, die sich an die Einzelaufgabe anschließt, reiten alle Teilnehmer - oder auch nur die besten, das hängt vom Wunsch des Richters ab - gemeinsam in der Bahn. Den Verlauf der Railwork bestimmt der Richter. Die Railwork ist für ihn eine zusätzliche Wertung, vor allem wenn er sich über die endgültigen Platzierungen noch unschlüssig ist. Verlangt werden alle drei Gangarten auf dem Hufschlag, meist auf einer Hand, manchmal auf beiden. In der Regel beginnt die Railwork auf der linken Hand. Beinhaltete die Einzelaufgabe kein Back up, führen die Reiter ihn in der Railwork aus. Die Kommandos des Richters werden den Reitern über Lautsprecher mitgeteilt.

Wenn der Doorman Sie zur Railwork wieder in die Bahn bittet, suchen Sie sich einen Platz auf dem Hufschlag aus, bei dem Sie gewährleisten können, dass der Richter Sie und Ihr Pferd gut sieht und Sie nicht in einem Pulk anderer Reiter und Pferde verschwinden. Von Pferden, die einem bereits auf dem Abreiteplatz unangenehm aufgefallen sind, hält man sich am besten fern, um das eigene Pferd nicht aus der Ruhe und dem nötigen Fluss zu bringen.

Die Bewertung

Die Punkteskala für die Bewertung in der Western Horsemanship reicht von 0 bis 20 und der Richter orientiert sich gemäß dem Regelbuch bei der Vergabe der Punkte bzw. bei deren Abzug an der Einteilung möglicher Fehler von Pferd und Reiter in "geringe", "große" und "schwere".

Unter "geringe" Fehler fallen zunächst ein ungepflegtes Äußeres bei Pferd und Reiter und eine mangelhafte Ausrüstung. Weiterhin sind als geringe Fehler der Verlust des korrekten Sitzes bzw. ein Hohlkreuz oder ein zu künstlicher Sitz anzusehen, zu starke Zügel- oder Schenkelhilfen, zu lange oder zu kurze Zügel und wenn der Reiter die Zehenspitzen nach unten oder die Beine nicht in der richtigen Position hält. Ebenfalls leichten Punktabzug gibt es, wenn der Reiter herunterschaut um zu prüfen, ob sein Pferd im richtigen Galopp ist.

"Große" Fehler sind ein falsches Angaloppieren, ein schlecht eingeteilter Zirkel und ein harter Stop. Fällt Ihr Pferd aus der verlangten Gangart aus, bricht beim Rückwärtsrichten aus oder wehrt sich gegen Ihre Schenkel- und Zügelhilfen, müssen Sie ebenfalls mit hohem Punktabzug rechnen.

Als "schwere" Fehler sieht der Richter das Nichtvollenden vorgeschriebener Wendungen an, ein ungenaues Reiten der Manöver, harte Übergänge und das Vergessen eines Manövers bzw. das Reiten eines, das nicht ins Pattern gehört. Weiterhin fallen unter diese Kategorie von Fehlern das Einsetzen des Sporns vor dem Sattelgurt, das Umwerfen eines Markers bzw. das Arbeiten auf der falschen Seite des Markers und ein Verweigern des Pferdes durch Buckeln, Scharren oder Steigen. Disqualifiziert wird ein Reiter, wenn er ohne Startnummer in die Bahn reitet, sein Pferd misshandelt, die Zügel falsch handhabt, verbotenes Zubehör verwendet oder vom Pferd fällt.


Gezieltes Training

Wollen Sie für eine Western Horsemanship-Prüfung trainieren, ist es nicht notwendig, gleich ein vollständiges Pattern zu üben, sondern es reicht völlig aus, sich zunächst einzelne Bestandteile herauszunehmen und mit dem Pferd zu verinnerlichen.

Als Erstes trainieren Sie mit Ihrem Pferd an den Markern das punktgenaue Anhalten sowie punktgenaue Gangartwechsel. Ihr Pferd muss lernen, entspannt am Marker zu stehen und nicht nervös zappelnd auf die nächste Hilfe zu warten.

Dann gehören ins Trainingsprogramm einzelne Manöver wie Zirkel, Seitwärtsgänge oder Galoppwechsel. Eine gute Übung ist der Übergang von einer Geraden in einen Kreis. Dafür können Sie mit Ihrem Pferd auch "gerade" Kreise, das heißt zum Beispiel Achtecke reiten.

Auch scheinbar "einfache" Manöver wie ein Back up sind immer wieder abzufragen, denn besonders hier schleichen sich schnell Flüchtigkeitsfehler ein - sei es, dass das Pferd beim Rückwärtsgehen ausbricht, es sich nur zäh rückwärts richten lässt oder der Reiter vergisst, die korrekt Anzahl der Schritte zu zählen. Ist man der Meinung, dass Reiter und Pferd die einzelnen Bestandteile einer Western Horsemanship gut beherrschen, nimmt man sich ein vollständiges Pattern für das Training vor. Sie können sich ein Pattern selbst ausdenken oder eines aus der Literatur bzw. aus dem Anhang dieses Buches auswählen.

Pattern zum Üben finden Sie hier!

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Quelle wittelsbuerger.com / Alle Photos by Guni/horsesinmedia


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