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Quarter Horse-Zuchtförderung: Mit 13 Hengsten startet die DQHA Stallion Service Auction 2026
 
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Promotion

Es ist das älteste private Zucht-Förderprogramm für die deutsche und europäische Quarter Horse-Nachzucht, aber nicht mehr das größte private Zucht-Förderprogramm:

Mit dreizehn Quarter Horse-Hengsten und deutlicher Verspätung startet am 1. November 2026 die Stallion Service Auction 2026 der DQHA (siehe hier), üblicherweise gehen die Quarter Horse-Züchter vier Wochen früher mit der SSA in ihre Zuchtplanung. Vorgesehen ist, dass zwischen dem 15. und 20. November 2026 die Möglichkeit der Abgabe von Geboten besteht (siehe hier).

Zum Vergleich: Die NQHA Stallion Service Auction des niederländischen Quarter Horse-Verbandes NQHA zählt derzeit über 20 Quarter Horse-Hengste (siehe hier), die private Wild East Futurity 2027 vom Westernstable Georgi bietet derzeit die Decksprünge von 53 Quarter Horse-Hengsten zur Versteigerung an (siehe hier)..

2019 waren noch 119 Hengste in die DQHA Stallion Service Auction einbezahlt - in sieben Jahren hat die DQHA-SSA nahezu alle einbezahlten Quarter Horse-Hengste verloren,
mit weitreichenden Konsequenzen für die Regiofuturitys und Futuritys in Bezug auf die Starterzahlen und Preisgeld, denn die Erlöse der Stallion Service Auction bilden die Grundlage für die DQHA Futurity/ Maturity sowie für Regionalfuturitys.

Eine Durchführung der DQHA Futurity/ Maturity Q27 in Aachen ist nicht geplant: Der DQHA-Vorstand hat für kommendes Jahr bei der AQHA zwar die Förderung von zwei "approved Competiton Events" beantragt, jedoch nur für AQHA-Shows in Neuruppin (Brandenburg), die DQHA Futurity/ Maturity 2027 wird hingegen erneut im Rahmen der Quarter Horse-Europameisterschaft in Kreuth veranstaltet.

Unklar bleibt, ob in der kommenden Turniersaison noch DQHA-Regionalgruppenfuturitys veranstaltet werden. In diesem Jahr fanden lediglich noch zwei Regiofuturitys statt, jeweils in Cunersdorf und Thierhaupten (siehe hier). Für 2027 sind bislang keine Regiofuturitys in Planung (siehe hier), auf einem Regionalgruppenmeeting beanstandeten die Regionalgruppen vor allem die weiterhin fehlende Finanzierung von Aktivitäten.






 










Ist das Vertrauen der Quarter Horse-Hengsthalter in die DQHA verloren gegangen?

Die Einbezahlungen in andere Futurityprogramme wie der Wild East Futurity kann als Indiz dafür gewertet werden, dass grundsätzlich weiterhin eine valide Nachfrage nach einem Zuchtförderprogramm für Quarter Horses besteht. Wieso kann die DQHA Stallion Service Auction davon nicht im selben Maße profitieren?

Im Vergleich zum Angebot von Decksprüngen in anderen Programmen fällt die geringe Anzahl an Hengsten bei der DQHA Stallion Service Auction besonders auf; sie ist immerhin seit 1983 das älteste private Zuchtförderprogramm für Quarter Horses mit zeitweise über 220 einbezahlten Hengsten.

Auf Nachfrage werden als Gründe für die Zurückhaltung der Quarter Horse-Hengsthalter vor allem Zweifel an der Sicherheit der Finanzierung des DQHA-Programms genannt. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Dezember 2025 wurde offiziell bekannt gegeben, dass die ehemals beträchtlichen Rücklagen von rd. 260.000 Euro auf nur noch 5.000 EUR abgeschmolzen worden waren (siehe hier).

Bis heute wurde nicht geklärt, wofür diese Rücklagen aufgezehrt worden sind, weshalb u.a. die Entlastungen der jeweiligen DQHA-Vorstände seit dem Geschäftsjahr 2024 bis heute offiziell ausgesetzt.worden sind (siehe hier)..

Standortfrage: Obwohl sich viele DQHA-Züchte über eine Rückkehr nach Aachen zum gewohnt späteren Termin im Oktober gefreut hätten, wird die DQHA Futurity/ Maturity 2027 erneut im Rahmen der Quarter Horse-Europameisterschaft in Kreuth im August durchgeführt. Dieser Umstand ist vor allem der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage der DQHA geschuldet..

Deutlich eingeschränkter empfinden die Hengsthalter auch die Promotion ihrer Hengste im Rahmen der DQHA-SSA: Durch die Umstellung der Zusendung des Verbandsmagazin "Quarter Horse Journal" erhalten die DQHA-Mitglieder das Quarter Horse Journal seit Juli 2027 grundsätzlich nur noch digital, womit die Reichweite im Print deutlich rückläufig ist.


Das ist die DQHA Stallion Service Auction - Grundlage für die Quarter Horse-Futurity und Maturity


Die DQHA Stallion Service Auction (SSA) ist das zentrale Zuchtförderprogramm der Deutschen Quarter Horse Association und seit 1984 die Grundlage für die DQHA Futurity/Maturity. Hengstbesitzer zahlen ihre Hengste ein; die daraus resultierenden Decksprünge werden versteigert.

Stutenbesitzer können die Decksprünge vorab online ersteigern sowie bei der Live-Auktion im Rahmen der Q-Show. Nicht verkaufte Decksprünge können anschließend bis zum 30. April des Folgejahres im Nachkaufverfahren erworben werden.

Nur Nachkommen von Hengsten, die im Jahr vor der Bedeckung in die SSA eingezahlt wurden, sind – nach eigener Nominierung – startberechtigt für die DQHA Futurity und Maturity. Die SSA soll die deutsche und europäische American Quarter Horse-Zucht fördern und ermöglicht den nominierten Pferden in den Vorjharen die Teilnahme an Wettbewerben mit jährlich rund 150.000 Euro Preisgeld.

Kurz gesagt: Die SSA verbindet Hengstbesitzer, Stutenbesitzer und Züchter, schafft Startberechtigungen für die DQHA Futurity/Maturity und finanziert über die Auktionserlöse wesentliche Preisgelder für die Nachwuchsförderung.

Die Einnahmen aus der Stallion Service Auction 2024 sanken bereits auf 63.125 EUR (siehe hier), auf der DQHA Futurity/ Maturity 2026 im Rahmen der Quarter Horse-Europameisterschaft in Kreuth rd. 31.200 EUR Gesamtpreisgeld ausbezahlt, das sich u.a. aus dem Erlös der SSA des Vorjahres sowie den Startgeldern der jeweiligen Klassen zusammensetzte (siehe hier)


Die DQHA Futurity hat ein Make-Over verdient

Fünf Hengstfohlen und dreizehn Stutfohlen gingen am 1. Oktober 1983 auf der "1. DQHA Fohlen Halter Futurity" im Rahmen der Dt. Meisterschaft Westernreiten in der Aachener Soers an den Start. 43 Jahre später, am 8. Oktober 2025, ging kein (!) Absetzer mehr an den Start zur Kür zum "beeindruckenden Champion of Champion" (Pressetext DQHA).

Das Konzept der DQHA SSA, als Einstieg in die DQHA Futurity, ist seit 1984 relativ simpel: Ein Hengstbesitzer zahlt seinen Hengst in das SSA-Programm ein und erwirbt damit für dessen Nachkommen zehn Jahre lang die Startberechtigung für die DQHA Futurity und Maturity, sowohl auf der Hauptveranstaltung Q wie auch auf den Regiofuturitys.

Seit 2011 müssen die Fohlen zusätzlich selbst nominiert, also in die Futurity einbezahlt werden, um teilnehmen zu können. Ähnliche Programme haben die NRHA Germany (Stallion Service Programm SSP) oder der PHCG (Select Stallion Service Programm SSSP). Das eingezahlte Geld bzw. der Erlös der versteigerten Decksprünge wird als Preisgeld an die Nachkommen der SSA-Hengste ausgeschüttet, davon 10% an die Züchter. Bislang wurden über 2 Millionen Euro ausgezahlt.





Eine Lösung: Mehr Promotion für die Hengste mit einem tragfähigen Einzahlungsmodell kombinieren

Unbestritten ist, dass die DQHA Stallion Service Auction einer Überarbeitung bedarf: Seit einigen Jahren sind die Hengstzahlen deutlich rückläufig und liegen mit derzeit 13 Hengsten auf dem niedrigsten Stand seit 1986.

Die wirtschaftliche Stabilität ist sicherlich der wichtigste Faktor für eine Wiederbelebung der DQHA Stallion Service Auction - verbunden mit dem Willen, dieses einzigartige Asset der DQHA auch durch den gesamten Vorstand sichtbar werden zu lassen.

Ein Grund für das abflachende Interesse an der DQHA-SSA ist sicherlich auch die seit einigen Jahren quasi stillgelegte Promotion für dieses Zucht-Förderprogramm: In 50 von 52 Wochen im Jahr ist von der DQHA Stallion Service Auction nichts zu sehen, die Vermarktung der teilnehmenden Hengste erfolgtdurch die DQHA - wenn überhaupt - unterhalb der Wahrnehmungsschwelle.

Die vorsätzliche Ehrung eines Futurity Champions im Jahr 2021, der gar nicht Futurity-startberechtigt war (siehe hier), oder die Durchführung einer regelwidrigen Futurity in Wenden im Jahr 2023 (siehe hier) erhöhen das Vertrauen in das SSA-Programm nicht im Mindesten (siehe hier), genauso wenig wie DQHA-Präsident Stephan Göb, der die DQHA Stallion Service Auction & Futurity mehrfach als „Bullshit“ bezeichnet haben soll (siehe hier).

Genau hier liegt aber seit dem Jahr 2020 ungenutztes Potential, das in früheren Jahren wie selbstverständlich gehoben wurde, denn ein
anderer Lösungsansatz als die Erhöhung der Gebühren für Jungpferde müsste sein, die eigentliche Einnahmequelle für die DQHA Futurity wieder attraktiver zu gestalten: Die Stallion Service Auction.

Wenn die Hengsthalter wieder mehr Leistungen für die Einzahlung ihres Hengstes zurückbekommen, z.B. in Form von kostenloser Promotion, kann die DQHA-SSA schnell wieder interessant werden.

- Wieso erhalten Hengsthalter nicht eine kostenlose Anzeige im Verbandsmagazin für ihren Hengst,
- kontinuierlicher, über das gesamte Jahr verteilte Promotion in den Social Media-Kanälen oder
- vergünstigten Services aus dem DQHA-Dienstleistungsangebot?

- Oder wissen Sie noch, was ein "DQHA SSA Platinum Hengst" ist (Auflösung hier) oder
- wieviel Geld ein DQHA All-Time Leading Sire oder All-Time Leading Breeder bereits verdienen konnte mit der DQHA Futurity (Auflösung hier)?

Zusätzlich kann eine verstärkte Promotion durch eine Veränderung des Einzahlungsmodells nach dem Tragfähigkeitsprinzip kombiniert werden nach dem Vorbild der NSBA:
Nicht mehr die Höhe der Decktaxe ist entscheidend für den Einzahlungsbetrag, sondern die Anzahl der Stuten auf dem Deckbericht des Hengstes.

Für Hengste mit weniger Deckstuten kann man die Stallion Service Auction durch einen geringeren Sockelbetrag wieder attraktiver gestalten, Hengste mit mehr Stuten können höhere Einzahlungsbeträge besser ausgleichen.

Zudem reagiert ein solches Modell flexibler als die Höhe der Decktaxe auf das wirtschaftliche Umfeld: In "zuchtstarken" Jahren mit mehr Deckstuten können höhere Einzahlungsgebühren besser verkraftet werden, in schwächeren Jahren wie jetzt kommt man den Hengsthaltern automatisch mehr entgegen.



Deshalb ist die DQHA Stallion Service Auction so wichtig: Zuchtförderung ist nicht gleich Jungpferdeförderung

Offensichtlich ist es aber noch zu simpel, wenn DQHA-Vorstände offensichtlich vergessen, dass der zentrale Unterschied zwischen einem Zucht- und einem Sportverband die Zuchtförderung ist, während Sportverbände vor allem das Ergebnis der Zucht im Fokus haben, nämlich die (Jung-) Pferde.

Der Vergleich eines Zuchtförderprogramms wie der DQHA SSA und Futurity z.B. mit einem Nachwuchsförderprogramm wie dem EWU-Jungpferdeprogramm hinkt daher ein einigen Stellen:


1) Die DQHA Stallion Service Auction fördert die Zucht, die DQHA Futurity im Anschluß daran die Nachwuchspferde

In der Stallion Service Auction kommen ausschließlich die Züchter, also die Hengstbesitzer einerseits und Stutenbesitzer andererseits, zusammen. Damit ist die SSA ganz konkret eine Initiative zur Förderung der Zucht, nicht der Jungpferde. Ein Jungpferdeprogramm wie die EWU hat die DQHA bereits seit 1983 – sie heisst Futurity/ Maturity.


2) Das EWU-Jungpferdeprogramm belohnt die Nominierenden

Nun mag man über die Preisgeldsummen diskutieren, wenn man heutzutage die DQHA Futurity mit dem EWU Jungpferdeprogramm vergleicht, aber ein zentraler Unterschied bleibt: Während 10% der Preisgeldern der DQHA Futurity fest an die Züchter der teilnehmenden Quarter Horses ausgeschüttet werden, verteilt das EWU-Jungpferdeprogramm das Preisgeld an die Nominierenden der Jungpferde - das müssen nicht zwangsläufig die Züchter der Pferde sein (siehe hier).


3) Ein Wegfall der SSA wird die Teilnahme an der Futurity deutlich teurer machen

Die grösste Quelle für die Preisgelder der Futuritys sind die Einnahmen aus der Stallion Service Auction. Wer die SSA also streichen will, muss gleichzeitig die Nominierungsgebühren für die Pferde massiv anheben und damit die Teilnahme der Jungpferde an der Futurity und den Regiofuturitys.
Müssen Züchter dann wohlmöglich für Fohlen keine 25 EUR mehr, sondern 200 EUR oder mehr Nominierungsgebühren zahlen?


4) Ohne die Stallion Service Auction wird die DQHA ein Sportverband wie jeder andere auch

Die DQHA ist der älteste deutsche Zuchtverband für Quarter Horses, bei dem die Züchter das letzte Wort haben. Ob es also der Wunsch der Hengsthalter ist, in Zukunft auf die Möglichkeiten einer SSA zu verzichten, und ob die Züchter bereit sind, in Zukunft deutlich höhere Einzahlungsgebühren für ihre Jungpferde zu zahlen, kann und wird nur eine Mitgliederversammlung entscheiden.


Wie

2025: DQHA-Zuchtförderung: Nur noch 32 Hengste werden heute bei der SSA-Versteigerung angeboten
2025: Für Quarter Horse-Züchter soll´s teurer werden: Beschließen die DQHA-Mitglieder nach 40 Jahren das Ende der Stallion Service Auction?
2024: Auch die DQHA Reining Futurity 2024 in Kreuth findet irregulär statt
2024: Auch die DQHA Reining Maturity 2024 in Bitz findet irregulär statt
2023: DQHA Cowhorse- und Reining-Futurity in Wenden wurde regelwidrig durchgeführt
2022: DQHA lässt Mitglieder über regelwidrige DQHA Q22 Futurity in Aachen abstimmen
2021: Nicht einbezahlt, nicht nominiert - wie man trotzdem ein Futurity Champion 2021 wird





Bildnachweise: horsemotion, Lux, Weyand





Fragen? Die 20 wittelsbuerger.com-Experten helfen gerne weiter,
z.B. Pat Faitz, Sylvia Katschker und Sylvia Jäckle für den Bereich AQHA.
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Quelle wittelsbuerger.com



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