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Quarter Horse-Sport: Nimmt die AQHA die zwei- und dreijährigen Pferde aus dem Reitsport?
 
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Auf der AQHA Convention, die in diesem Jahr vom 8. - 11. März in Fort Worth, Texas, stattfindet, stehen einige Anträge auf der Tagesordnung, die für eine tiefgreifende Veränderung im Quarter Horse-Sport sorgen könnten, wenn sie ein mehrheitliches Votum in den Ausschüssen bekämen und die Zustimmung des Vorstandes fänden.


19. April: Das sind die Protokolle der einzelnene Ausschüsse

Amateur
Equine Research
International
Judges
Marketing & Membership
Nominations & Credentials
Public Policy
Racing
Ranching
Recreational
Activities
Show
Stud Book & Registration
Youth Activities


Die AQHA hat in Europa zwei neue Tochterverbände. In Spanien ist es die Asociacion Espana del Caballa Cuarto de Milla, in der Slowakei ist es die Slovak Association of Western Riding and Rodeo. International Committee Chairman ist nun Jose Ignacio “Nacho” de Mendiguren, geplant ist, das International Steward Program wieder aufleben zu lassen.


Das ist der Zeitplan

Das International Committee, die Vertreter der AQHA Affiliates ausserhalb der USA, bespricht den Antrag, in Zukunft für Reitklassen die Altersteilung "YOUNG HORSES – four and five year old" sowie "FOUR PLUS - four year olds and older horses" ergänzend einzuführen.

Bislang differenziert die AQHA die Open-Reitklassen in Junior (2-5-jährige Pferde) und Senior (6-jährige und ältere), in den Amateur- und Youthklassen gibt es keine Altersteilung. Das führte vor allem in Europa zu kontroversen Diskussionen bei den Jungpferden: Während die EWU dreijährige, gerittene Pferde ganz aus ihrem Turniersport verbannte, können z.B. auf der DQHA-Hauptschau in Aachen zweijährige Pferde unter dem Sattel vorgestellt werden.

Der Antrag aus dem International Committee könnte den Turnierveranstaltern in Europa die Möglichkeit geben, in Zukunft auch nur noch vierjährige und ältere Reitpferde auf ihren Turnieren zuzulassen, indem sie nur noch Reitklassen für die Altersteilung "YOUNG HORSES – four and five year old" sowie Senior-Klassen oder direkt "FOUR PLUS - four year olds and older horses" ausschreiben.

Und: Käme dieser Regeländerungsantrag tatsächlich zur Vorlage zum Vorstand, stiege die Möglichkeit, in Zukunft auch wieder verbandsübergreifende Turniere stattfinden zu lassen. 2017 schloss die EWU verbandsübergreifende Turniere, z.B. AQHA mit EWU, faktisch aus, indem sie Altersgrenze, Startbeschränkung und Helmpflicht für Jugendliche verbindlich festlegte. Pferde können erst ab einem Alter von vier Jahren auf EWU-Turnieren teilnehmen, Jugendliche müssen einen Reithelm tragen, die maximale Anzahl Starts liegt zwischen 3 und 6 Starts am Tag, das sind die Eckpunkte.
Dieser Regelung fiel zuletzt 2018 die NRW Challenge mit AQHA- und EWU-Klassen zum Opfer.


Update 11. März 2019: Der Antrag der Europäer wurde abgelehnt

Animal welfare wird an der diesjährigen AQHA Convention immer wieder in den Mittelpunkt der Präsentationen gestellt und im Mission Statement der AQHA betont. Konkret wird es dann aber gleich wieder etwas schwammig, berichtet Markus Müller, International District Director aus der Schweiz.

So wurde der Antrag der Europäer im International Comittee am zweiten Convention Tag, das Mindestalter der Pferde der Junior Showklassen in einer neuen Kategorie Young Horses in Europa auf vier Jahre anheben zu können abgelehnt. Immerhin wurde als Teilerfolg dazu eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen die allenfalls Vorschläge machen kann für die nächste Convention.








In den weiteren Anträgen des International Committees sollen die internationalen Tochterverbände mehr Einfluss im erweiterten Vorstand der AQHA erhalten. Bislang entsandte das International Committee als Vertreter sog. District Directors, die im AQHA Board Of Directors ein Stimmrecht hatten. Nun soll darüber diskutiert werden, ob nicht alle International Directors ein Stimmrecht im Boartd erhalten.