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Dr. Edward Bach ist der Begründer der nach ihm benannten feinstoffl ichen Therapie, die auf
Blütenessenzen basiert. Man kennt insgesamt 39 Bachblüten, die heute meist als ergänzende
Behandlung bei verschiedensten Erkrankungen eingesetzt werden. Bachblüten wirken allerdings
nicht auf körperliche Symptome, sondern auf den seelischen Zustand, der als Ursache für
das Entstehen einer Erkrankung verantwortlich gemacht wird.
Der Arzt Dr. Edward Bach erblickte 1886 in Moseley
(England) das Licht der Welt. Er studierte
Medizin in Birmingham und London und leitete
die Unfallstation der Uniklinik in London.
Im Jahr 1917 erlitt er einen gesundheitlichen
Zusammenbruch – heute würde man von einem
Burn Out-Syndrom mit Depressionen und den
damit verbundenen körperlichen Folgeerscheinungen
sprechen. Die eigene Erkrankung war
der Auslöser, einen neuen Weg zu beschreiten.
Bach war als Bakteriologe tätig und stellte Forschungen
über die Entartung der Darmfl ora an.
Entstehung der Bachblüten-Therapie
1919 bis 1922 war er am London Homoeopathic
Hospital angestellt und hatte Kontakt zu Samuel
Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie.
1920 bis 1928 veröffentlichte Bach seine Forschungsergebnisse
über Nosodentherapie, die
er entwickelte. Ab 1928 suchte Bach nach Pfl anzen,
die die Nosoden ersetzen könnten. Seine
Idee war, dass alles auf Schwingung basiere
und man lediglich eine Pfl anze mit derselben
Schwingung fi nden müsse, um einen heilenden,
regulierenden Effekt zu erhalten.
Bach verkaufte 1930 seine bis dahin geführte
eigene Praxis und zog nach Wales um. Er
entdeckte die ersten neun Blüten: Impatiens,
Mimulus, Clematis, Agrimony, Chicory, Vervain,
Centaury, Cerato und Scleranthus. Ein Jahr später
entdeckte Bach weitere drei wirksame Blüten:
Rock Rose, Gentian und Water Violet. Nun
kamen schon die bekannten Rescue Remedy in
ihrer ursprünglichen Zusammensetzung – Rock
Rose, Clematis, Impatiens – zum Einsatz. Zwei
Jahre später kamen weitere vier Blüten hinzu:
Gorse, Oak, Heather und Rock Water. 1934 und
1935 erweiterte Bach seine Sammlung um Wild
Oat, Olive und Vine. Bach stellte das bis heute
in dieser Form verwendete Kombinationsmittel
„Rescue Remedy“ zusammen. Es besteht aus
den Blüten Clematis, Impatiens, Rock Rose,
Cherry Plum und Star of Bethlehem.
1935 entdeckte Bach weitere 19 Heilmittel.
Mit 37 Blüten von wild wachsenden Pfl anzen,
einer Verdünnung von Quellwasser und einer
Kombination von fünf Blütenessenzen (Rescue
Remedy) sieht Bach sein Heilsystem als abgeschlossen
an. Zwei Monate nach seinem ersten
öffentlichen Vortrag in Wallingford, England,
stirbt Dr. Edward Bach an Herzversagen.
Seine Therapieform war als alleinige Behandlungsmethode
gedacht, die insbesondere für
jeden anwendbar und erschwinglich sein sollte.
Die Bachblüten stammen von wild wachsenden
Pfl anzen, die nicht als Heilpfl anzen im herkömmlichen
Sinne bekannt sind. Sie enthalten
keinerlei pharmakologische Wirkungstoffe, die
nach konventionellen Vorstellungen eine Wirkung
gegen bestimmte Krankheiten hätten.
Bachblüten werden auch nicht aufgrund spezieller
Krankheitssymptome verordnet, sondern
gegen die negativen Grundstimmungen und
Charaktereigenschaften, die zum Ausbruch der
jeweiligen Krankheit geführt haben.
Psyche und Körper beeinfl ussen
sich gegenseitig
Bach erkannte den Zusammenhang der Psyche
und des Körpers als eine sich gegenseitig beeinfl
ussende Einheit. Eine körperliche Krankheit
beeinfl usst die Grundstimmung eines Menschen
negativ, man ist deprimiert, frustriert, „wehleidig“,
mürrisch oder aggressiv, wenn einen
Schmerzen plagen. Andersherum aber kann
eine negative Stimmung wie Hass, Depression
oder Ärger auch körperliche Krankheiten nach
sich ziehen. Jeder kennt den Ausspruch „was
ist dem über die Leber gelaufen?“ oder „ihm
kommt die Galle hoch“, wenn jemand verärgert
und missgelaunt ist. Dass Burnout-Syndrome
und Depressionen die Gefahr von körperlichen
Auswirkungen wie Herzinfarkt, Hörsturz oder
Schlaganfall haben können, ist bekannt. Bach
war davon überzeugt, dass eine Krankheit verhindert
oder geheilt werden konnte, wenn die
negative Stimmung oder Charaktereigenschaft
behandelt wird.
Somit bestimmt die Grundstimmung des Patienten
die Auswahl des Mittels und nicht die
daraus entstandenen Beschwerden. Eine Wirkung
haben die Bachblüten in erster Linie dann,
wenn sich Stimmungsänderungen eingestellt
haben. Das geschieht meist durch veränderte
Lebensbedingungen. Obwohl die Bachblüten-
Therapie ursprünglich für Menschen entwickelt
worden ist, hilft sie sehr stark auch bei Tieren.
Dokumentiert ist nur ein einziger Fall, bei dem
Edward Bach ein Pony mit einer Blütenmischung
behandelt hat.
Bei Pferden ist die Bachblüten-Therapie oft
nach einem Stallwechsel oder bei einer neuen
Herdenzusammenstellung angesagt. Sinnvoll ist
der Einsatz von Bachblüten auch nach Unfällen,
wenn die Tiere die Erlebnisse nicht verkraften
können oder unter den Folgen leiden. Alle Veränderungen
der normalen Charakterzüge und
Stimmungsumschwünge sind prädestiniert für
die Bachblüten-Therapie. Turnier- und Rennpferde,
die einen plötzlichen Leistungsabfall zeigen,
ohne dass zunächst eine körperliche Ursache
festgestellt werden kann, werden oft mit der
Bachblüten-Therapie behandelt. Die richtige
Blütenmischung zu fi nden, basiert auf der Kunst,
die Psyche des Pferdes richtig einzuschätzen.
Das ist nicht immer einfach und oft hat ein Außenstehender
mehr Abstand und kann darum
die Einschätzung neutraler vornehmen als der Besitzer selbst. Darum sollten Pferdebesitzer
einen erfahrenen Therapeuten zu Rate ziehen,
wenn sie ihre Pferde mit Bachblüten behandeln
möchten. Erfahrungsgemäß interpretieren Pferdebesitzer
gerne frühere Erlebnisse als Ursache
bestimmter Charaktereigenschaften in die Pferdepsyche
hinein und erkennen nicht ihren eigenen
– häufi g negativen – Einfl uss auf die Psyche
ihres Pferdes. Menschen, die ihren Ärger vom
Büro in den Stall mitbringen, übertragen diesen
unbewusst auf das Pferd. Manchmal können
Pferdebesitzer selbst nicht zugeben, dass sie
negative Stimmungen bei ihrem Pferd auslösen.
Manchmal aber haben sie eine zu starke Beziehung
zu ihrem Tier und sind deshalb nicht fähig,
eine neutrale Einschätzung vorzunehmen.
 Bild: wittelsbuerger.com-Forum
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