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Ohne Nachwuchs keine Zukunft - diese Maxime fixiert die Wichtigkeit von Jugendförderung im Reitsport. Betrachtet man die Zahl der jugendlichen Reiter heute im AQHA-Sport, muss man sich jedoch Sorgen um die Zukunft des AQHA-Sports in Deutschland machen:

Mit 1.850 Brutto-AQHA-Starts werden in der Turniersaison 2023 so wenig Jugendliche an den Start wie noch nie in den vergangenen 25 Jahren gehen.
Und diese Zahl ist noch geschönt, denn rechnet man die doppelt-gezählten Starts aus den Mehrfach-Shows heraus, z.B. Europameisterschaft oder Golden Series, wird der AQHA-Sport in diesem Jahr nur noch „echte“ 628 Youth-Starts netto zählen*.




 


Exemplarisch für diese Entwicklung im AQHA-Sport steht die Situation im bevölkerungsreichsten Bundesland, in Nordrhein-Westfalen: Nur noch zehn (10) Starts in den Youthklassen in der Saison 2023 sind zu verzeichnen, insgesamt kann man die Jugendlichen an einer Hand abzählen - es waren vier Jugendreiter in dieser Saison auf allen AQHA/ DQHA-Turnieren insgesamt..

Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum gingen die Jugendlichen in NRW auf den EWU-Turnieren (LV RHLD, LV WESTF) 1.196mal an den Start, bei den Western Reitern Rheinland (WRR) waren es 43 Starts, davon ritten die allermeisten Jugendlichen ein Quarter Horse.



Damit gehen auf den EWU-Turnieren in Nordrhein-Westfalen mehr Jugendliche an den Start als auf allen AQHA-Turnieren in ganz Deutschland.

Denn auch in den anderen DQHA-Regionalgruppen sieht es nicht besser aus:

Bayern: 132 AQHA-Youth-Starts mit 23 Jugendlichen
Nord: 34 Starts mit 11 Jugendlichen
Ost/ Sachsen-Thüringen: 28 Starts mit 3 Jugendlichen
NRW: 10 Starts mit 4 Jugendlichen

Rheinland-Pfalz/Saarland: 5 Starts mit 3 Jugendlichen
Baden-Württemberg: 0

Ein Grund dafür ist sicherlich, daß die DQHA, entgegen allen vollmundigen Versprechungen auf der JHV 2023, die Jugendarbeit offenbar vollständig eingestellt hat:


Mehrere Jugendcamps verteilt durch Deutschland? Fehlanzeige.
Kurse oder gar Stärkung der Jugendarbeit auf regionaler Ebene? Heiße Luft.
Von „verbandsübergreifend“ ganz zu schweigen.
Moderner DQHA Team Cup? Wurde abgesagt.




Verbucht werden kann in diesem Jahr lediglich die Teilnahme einer Handvoll Jugendreiter beim AQHA Youth World Cup 2023 (siehe hier),
für den die DQHA im aktuellen Haushaltsplan 32.000 EUR zurückstellte, den bislang geltende Qualifikationsmodus jedoch mangels Auswahl aufheben musste.

Was hätte man wohl mit diesem Budget bewirken können, hätte man ernsthaft den Willen gehabt, die Jugendarbeit auf regionaler Ebene zu stärken?

1. Jeder Regionalgruppe hätten rd. 5.000 EUR zur Verfügung gestanden, um Jugendliche z.B. über günstige Kurse und Camps mit Trainern aus der Region zu fördern,
2. um damit perspektivisch die Jugendkader in den Regionen wieder zu reaktivieren und
3. um später den DQHA Youth & Amateur Team Cup auf Bundesebene auszurichten,
4. der dann in einigen Jahren die geeignete Basis wäre, um ein Jugendteam für den AQHA Youth World Cup zu bilden.



DQHA Leadline-Klasse, Aachen; Bild: Weyand


Was machen die anderen Verbände?

Bei der EWU hat man bereits vor einigen Jahren mit den Bundesjugend-Camps oder den Mannschafts-Meisterschaften auf Bundesebene konkrete Angebote zur Förderung der Jugend etabliert, die zur Stabilisierung der Jugendstarts auf den Turnieren beitrugen. In diesem Jahr wurden zudem 135 Förderschecks im Gesamtwert von 10.000 EUR (siehe hier). Auf Länderebene werden Jugendcamps veranstaltet (siehe hier). Der Erfolg: Konstante Starterzahlen auf der German Open in den Jugendklassen (siehe hier).

Die NRHA Germany bietet ein Jugendcamp in Kreuth an, auch die Royal Bavarian Cutters e.V. veranstalten ein Youth Camp, um jugendliche Reiter für den Cuttingsport zu interessieren.
Der VWB bietet mit dem JuTu jährlich ein Schnupperturnier an, 28 Jugendliche nahmen in diesem Jahr daran teil (siehe hier).



Aachen; Bild: Weyand


Nachhaltige Jugendarbeit funktioniert nur gemeinsam und verbandsübergreifend

Bedauerlich ist, dass alle Verbände isoliert voneinander um dasselbe knappe und kostbare Gut buhlen – den jugendlichen Nachwuchs.
Cleverer wäre es, tatsächlich verbandsübergreifend die Jugendarbeit gemeinsam in den Regionen zu gestalten.

Trainingswochenenden mit Trainern vor Ort, Landeskader mit Jugendlichen aus allen Verbänden und gemeinsame Jugendmeisterschaften würden den Nachwuchs an den Westernreitsport insgesamt heranführen, die Verbände könnten ihre finanziellen Mittel dazu poolen und Fördermittel und Unterstützungsleistungen für entsprechende Aktivitäten beantragen und gemeinsam von guten Ideen profitieren.

Und nicht zu vergessen – so würden die Verbände zudem auch um den ehrenamtlichen Nachwuchs werben, denn auch die Zukunft des Ehrenamtes ist überall ein drängendes Problem.



Für den AQHA-Sport im Speziellen ist die Entwicklung des Jugendsports ist aber auch weiteres Indiz dafür, dass die Ära des Zuchtverbandssport AQHA, APHA und ApHC der letzten zwei Jahrzehnte endgültig sein Ende gefunden hat.

In diesem Jahr wurden auf den nur noch 21 AQHA-Turnieren (inkl. VRH, SPEV, All-Novice etc.) rd. 2.000 AQHA-Starts weniger gezählt als im letzten Jahr (*).

Turnierveranstalter wie der Ride Of America oder die All-Novice Show Gut Heseberg haben bereits angekündigt, im kommenden Jahr kein AQHA-Turnier mehr auszurichten.

Der Westernreitsport in Deutschland und Europa wird damit nun von den rasseoffenen Verbänden bestimmt, vor allem von EWU und NRHA.
Nicht wenige Profi- und Amateurreiter haben sich schon vor längerem auf diese Entwicklung eingestellt, nun haben es auch die Jugendlichen getan.

Wenn daran niemand etwas ändert, dann altert der Zuchtverbandssport und der AQHA-Sport im Speziellen nur noch so lange mit seinen Reitern, wie diese eben noch reiten können.


* Hinweis: AQHA-Starterzahlen inkl. Q23 Aachen, Q23 Aachen auf Basis Mittelwert der letzten fünf Jahre



Aachen; Bild: Weyand

Mehr dazu

2022: Ohne Nachwuchs keine Zukunft: Wo sind die jugendlichen Reiter im AQHA-Sport geblieben?
2015: Existenzgefährdend: Der Jugendschwund im AQHA-Sport hält weiter an/ 45% weniger Starts seit 2012
Nachwuchssorgen im Westernreitsport: Österreichische Verbände bieten Gratistrainings an, DQHA will Youth Days etablieren
2014: Rekordtief: Wo sind die jugendlichen Reiter im AQHA-Sport geblieben?
Erste Westernreiter Union (EWU) und Deutsche Quarter Horse Assn. (DQHA) – die beiden Big Player im sportlichen Vergleich
Maßnahmenpaket AQHA Sport 2018



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